Supervision
Eigenreflexion schärfen, effizienter handeln, Perspektiven öffnen
Zunächst war der Begriff in den USA gebräuchlich und meinte die Praxisanleitung des Vorgesetzten. Supervision diente hier dem Vorgesetzten dazu, professionelles Handeln in seinem Sinne mit dem ausführbarenden Mitarbeiter durchzusprechen und zu bestimmtem Verhalten anzuleiten. Michael Balint, ein ungarischer Psychoanalytiker, entwickelte in den 50er Jahren eine "Reflexions-Gruppe" für Ärzte, bei dem der Supervisor in Gruppen die Beziehung der Ärzte zu ihren Patienten thematisierte und Spiegelungsphänomene in der Gruppe ansprach. Balintgruppen werden auch in anderen Berufsgruppen, wie zum Beispiel bei Seelsorgern, Lehrern und Führungskräften genutzt.
Heute wird Supervision in der Regel durch unabhängige, nicht in der Hierarchie der Institutionen und Betriebe eingebundenen Fachleute angewendet oder sie hat kollegialen Charakter (auch Intervision genannt).










